Test - Codename: Panzers - Phase Two : Codename: Panzers - Phase Two
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Verhält sich die Gegner-KI ganz ordentlich und intelligent - diese versuchen sogar regelmäßig, die eigenen Stellungen zu umgehen, um die Flanken anzugreifen - ist die Fahrzeug-KI wieder einmal ein Graus. Da blockiert sich die Kolonne immer wieder selbst oder ein Panzerfahrer meint, er müsse unbedingt einen Kilometer von der restlichen Truppe entfernt allein Stellung beziehen. Ganz besonders nervig sind Logistikfahrzeuge, die genau im Schussfeld zwischen den eigenen Einheiten und dem Gegner ihrer Arbeit nachgehen möchten und abgeschossen werden.
Neuerungen – ein Fremdwort?Offensichtlich, denn hinsichtlich Innovationen oder neuer Features spendierte Stormregion ’Codename: Panzers – Phase Two’ nichts wirklich weltbewegend Neues. Neben dem bekannten Feature, sich nähernde laute Einheiten schon per Symbol durch den Fog of War zu ’hören’, wurden die taktischen Möglichkeiten bis auf die Einführung von ein- und ausschaltbaren Scheinwerfern nur wenig erweitert. In der Nacht wird die Sichtweite der Einheiten deutlich reduziert. Abhilfe schaffen die Scheinwerfer, was euch aber für den Feind als leuchtende Glühwürmchen auf weite Distanz markiert. Umgekehrt können die reduzierte Sichtweite und ausgeschaltete Scheinwerfer wieder zum Vorteil genutzt werden, um sich beispielsweise nächtens viel näher an einen feindlichen Verband anzuschleichen, als dies bei Tageslicht möglich wäre.
Ansonsten wird man einfach den Verdacht nicht los, hier eine schnöde Erweiterung - die ’Phase One’ höchstens technisch aufpeppt und neue Missionen mitbringt - als eine echte Fortsetzung zu spielen: Man kämpft sich heroisch durch die Missionen als Panzerfahrer und greift dabei auf die zwar sehr guten, aber doch altbewährten Features zurück. Dies wird Neulinge nicht stören, da sie einen an sich sehr guten Titel erworben haben, Kenner des ersten Teils werden dafür vergeblich nach echten Neuerungen fahnden.
Technische GeneralüberholungHinsichtlich des Gameplays gib es nichts auszusetzen. Die Steuerung verhält sich unkompliziert und die typischen Strategie-Elemente, wie Gruppenbildung, das schnelle Erreichen von Zielen per Minimap, die Schnellanwahl gleicher Truppenteile sowie das unkomplizierte Auffinden der Kommandeure, tragen ebenfalls zum einfachen Handling bei. Das Schlachtfeld lässt sich dank der beweglichen 3D-Kamera in begrenztem Umfang in alle Richtungen drehen und stufenlos zoomen.
In ’Codename: Panzers – Phase 2’ kommt eine aufgebohrte Version der Gepard-Engine zum Einsatz, die wieder für eine ansehnliche Szenerie auf dem Schlachtfeld sorgt. Die Infanterie wird ordentlich animiert, ebenso die Fahrzeuge, die bei Beschädigung rauchend durch die Gegend kurven. Die prächtige Umgebungsgrafik wurde mit Liebe zum Detail realisiert und bietet im Wüsten- oder bergigen Balkan-Setting viele Hingucker. Die Sound-Kulisse des Strategie-Spiels hält sich im guten Durchschnitt und ordnet sich der explosiven Szenerie eher unter, als sich durch fetzige Musikbegleitung in den Vordergrund zu schieben.
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